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Unsere Partnergemeinde San Lorenzo in Arequipa

Arequipa ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des südlichen Perus und ist eine wunderschöne Stadt, die sich durch ihr hervorragendes Klima empfiehlt, umgeben von eindrucksvollen  Vulkanen (Chachani 6075 m, Misti 5825 m und Pichupichu 5664 m).


Rundumsicht auf Arequipa

Arequipa wurde von der UNESCO wegen seiner kolonialen Architektur zum Weltkulturerbe erklärt. Mit offiziell 700.000 Einwohnern ist Arequipa die wichtigste Stadt in Süden Perus und die zweitgrößte des Landes. Tatsächlich sind es, durch die starke Landflucht, in die noch unerschlossenen und damit nicht von der Statistik erfassten Randgebiete der Stadt, deutlich mehr Einwohner.
Unsere Partnergemeinde San Lorenzo liegt in einem dieser Randgebiete in Nord-Nord-Osten der Stadt. 


Die Kirche San Lorenzo, Namensgeberin der Pfarrei

 Im Umkreis der Pfarrgemeinde leben ungefähr 29.000 Menschen. San Lorenzo ist eine junge Gemeinde. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen liegt bei ca. 75%. In der Gemeinde gibt es deshalb auch viele Jugendgruppen.
Eine große Anzahl der Bewohner sind Zuwanderer aus den Gebieten Puno und Cuzco oder aus dem Hochland der gleichnamigen Provinz Arequipa, wobei die Stadt Arequipa selbst schon auf 2300 m liegt. Die Zuwanderer sprechen oft nur Quechua und haben kaum Schulbildung, was große Auswirkungen auf die soziale Struktur hat.


Plaza de Armas, Hauptplatz


Blick von San Lorenzo auf den Misti

Infrastruktur: Wegen der starken Zuwanderung sind noch nicht alle Gebiete mit Strom und Wasser versorgt. Es sind aber fast alle Geschäfte des täglichen Bedarfs vorhanden.
Wirtschaft: Es gibt 10 Bauernhöfe im Gebiet der Gemeinde, auch Schreinereien, Schlossereien, Schuster, Reparaturwerkstätten für Elektrogeräte und Kleinmöbelfertigung aus Korbweiden und Plastik, viel Kleingewerbe und Recyclinggewerbe.


                                                                                                                           Gesamtübersicht über die Gemeinde San Lorenzo

Bildung: es gibt 3 staatliche Schulen, 7 Privatschulen, 1 protestantische Schule, 8 Vorschulen, 6 Nachhilfeschulen für Erwachsene und für Analphabeten

Arbeitsmöglichkeiten: Feste Anstellungsverhältnisse gibt es kaum. Mitarbeiter werden in der Regel nur auf Zeit eingestellt. Viele versuchen mit Kleingewerbe zu überleben. Die meisten Männer möchten als Gelegenheits-arbeiter am Bau Arbeit finden. Es gibt aber zu wenig Arbeitsmöglichkeiten.

Wohnsituation: viele Wohnungen bestehen nur aus einem Raum. Die Zuwanderer in den Außenbezirken versuchen ein Grundstück zu besetzen und bauen darauf eine einfache Behausung oft ohne Strom und Wasser.

Die Menschen unserer Partnergemeinde: alle Besucher unserer Partnergemeinde berichten das die Menschen trotz oft drückender Armut und geringer Perspektiven, ihr tägliches Leben im Vertrauen auf Gott, mit Optimismus meistern, den Besucher herzlich willkommen heißen und bereit sind das Letzte mit ihm zu teilen.

Gesundheitsversorgung:   Es gibt: 2 Arztpraxen für die Normalversorgung, 6 Apotheken, die auch die Aufgabe der Erstversorgung haben, aber kein Krankenhaus. Wer keine feste Arbeit hat, ist auch nicht krankenversichert. Mehrere Dentisten sind vorhanden, die aber privat zu bezahlen sind.

 

Gestaltung: Walter Czepan

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