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Herz Jesu

Pfarrgemeinde Herz-Jesu
Alpenstraße
Fon: 07731 / 86050 Fax: 860599
INFORMATIONSSEITE ZUR RENOVIERUNG DER HERZ-JESU KIRCHE
>> renovation.kath-singen.de <<
Zur Geschichte der Pfarrkirche Herz-Jesu
Die Pfarrgemeinde Herz-Jesu verdankt ihre Kirche dem Stadtpfarrer August Ruf, der 1905 in einer Zeit allgemeinen Aufschwungs Pfarrer von Peter und Paul geworden war.
Singen hatte 1899 das Stadtrecht erhalten, die Ekkehardschule entstandzwischen 1900 und 1902, 1906 wurde die inzwischen verschwundene Hohentwiel-Festspielhalle erbaut, 1908 war Baubeginn im Stadtgarten,1910 konnte die Realschule, das heutige Hegau-Gymnasium, eingeweihtwerden.
Nur aus dieser Aufbruchstimmung wird es erklärlich, dass man es wagte,eine große Kirche mit nahezu eintausend Plätzen eigentlich vor dieStadt fast in das freie Feld zu setzen.
Stadtpfarrer Ruf griff zu, als sich Pläne, die der Bauinspektor Raimund Jeblinger vom Erzbischöflichen Bauamt für eine neuromanische Kirche in Freiburg-Herdern ausgearbeitet hatte, nicht verwirklichen ließen. Manverkürzte die Kirche um ein Joch und errichtete sie in Singen unter derörtlichen Bauleitung von Architekt Hans Kriner aus Überlingen. Die Grundsteinlegung fand 1909 statt, die Einweihung durch Erzbischof Thomas Nörber am 24. September 1911.
Erst war diese Kirche Filialkirche der Pfarrgemeinde Peter und Paul.1921 wurde Singen in zwei Pfarrgebiete geteilt, östlich der heutigenAugust-Ruf-Straße entstand die Kuratie Herz-Jesu; mit der Seelsorgewurde der spätere Dekan Gottfried Kaiser betraut. 1934 errichtete Erzbischof Konrad Gröber die Pfarrei Herz-Jesu.
Für ein Gebäude ist die Pfarrkirche Herz-Jesu noch jung, aber die Kirche dokumentiert doch eine wechselhafte Geschichte. Schon vor der Konsekration wurde sie im Juli 1911 durch ein Erdbeben erheblichbeschädigt. Einem weiteren Erdbeben und einem mangelhaften Unterbaufiel der Hauptaltar im Jahr 1969 zum Opfer. Wegen dringender Einsturzgefahr wurde er abgebaut.
Auch der Krieg hinterließ seine Spuren. Dekan Kaiser mußte ein zweites Mal Glocken anschaffen, nachdem das Geläute im zweiten Weltkriegeingeschmolzen worden war. Die Explosion einer 10 Ztr. Bombe im Februar 45 beschädigte die Kirche. Das Dach wurde abgedeckt, und alle Südfenster von der Apsis bis zum Langhaus fielen in Trümmer.
Der Innenraum der Kirche ist Spiegel von ganz unterschiedlichem undsich widersprechendem Zeitgeschmack. Die Kirche war ursprünglich sehrkontrastreich ausgemalt. In der Vorhalle über der Eingangstüre befandsich ein großes Gemälde. Jugendstilornamente, viele Schriften und auchEngelsfiguren, Wappen usw. zierten Decken und Gewölbe. Säulen, Pfeilerund Bogen wurden durch eine hell-dunkle Quadermalung überbetont- DieWände hatten eine Bemalung, die einen halbhohen Vorhang vortäuschensollte.
All dieser Schmuck wurde als drückend empfunden und verschwand fastvollständig bei der Renovation, die unter Dekan Kaiser 1958/59 durchgeführt wurde. Reste der alten Ausmalung und des ursprünglichen Schmucks sind noch in der Vierung und beim Marien- und Josefs-Altar zu finden. Auch die beiden figürlichen Glasfenster in der Apsis und die Apostelreihe im nördlichen Seitenschiff stammen noch aus der Entstehungszeit der Kirche.


