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Nachruf Cosmas Dietrich

Gedanken zum Abschied von Cosmas Dietrich

„Cosmas, l' Africain"

Lautet der Titel eines Taschenbuches, das französische Freunde aus Briefen, Berichten und Fotos von Cosmas Dietrich zusammengestellt haben, ein beeindruckendes Dokument seiner 50jährigen Tätigkeit als Priester in Afrika.

Sein Jubiläum durften wir im Juli – dem Herrn sei Dank – mit ihm in Singen feiern.

Als junger Mann, gleich nach seiner Priesterweihe, folgte Cosmas dem Ruf des französischen Bischof von Garoua, in der Kutin-Ebene in Nordkamerun das Evangelium zu verkünden. Er verkündete es in dem kleinen Dorf Almé zunächst durch sein Dasein, durch sein Leben mit dem Stamm der Pärää. Er aß und trank mit den Menschen und er hörte ihnen zu. Er hörte ihnen so gut zu, dass es ihm gelang, ihre nur gesprochene Sprache aufzunehmen, ihre Struktur zu erfassen und literaturfähig zu machen. Er übersetzte mit einem Mitarbeiter die Liturgietexte in die Sprache der Pärää. Damit hatte seine verbale Verkündigung begonnen.

Er verkündige Christus, den Auferstandenen, den von den Ketten der Sterblichkeit Befreiten einem Volksstamm, der Jahrhunderte lang unerdrückt und versklavt gelebt hatte. Er brachte den Menschen die Botschaft von der Freiheit der Christen. Zunächst erzählte Cosmas von Gott im Freien oder in einer einfachen Hütte.

Dann baute er eine Kirche, eine Schule, eine Krankenstation. Er baute zusammen mit Einheimischen Straßen und Wasserleitungen.

Er war nicht nur Priester, sondern auch ein begabter Praktiker.  –  Es ist schwer, Cosmas Dietrich in all seinen Facetten zu erfassen. Er war ein interessanter, bedeu-tender, ein, Gott und den Men-schen, zugewandter Mann.

Er war ein begeisterter Streiter für das Reich Gottes in Afrika und auch in der Kirche von Singen. Deshalb lebt er jetzt im Herrn, in Gottes Herrlichkeit.

Wir tragen die Erinnerung an ihn wie ein kostbares Geschenk in uns.

Mechthild Dietrich

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