Tagebuch 4.-16.6.2009: Besuch unserer Freunde aus San Lorenzo.
Schon im Vorfeld des Besuches gab es eine Reihe von Aktivitäten, die einen Einfluss auf den Besuch unserer Freunde hatten, z.B. das Diözesantreffen in Rastatt mit Anregungen für unsere Zielgespräche über die Weiterentwicklung unserer Partnerschaft oder die 72-Stunden-Aktion, bei der die Kinder unserer Gemeinde 3.900,- € für ein Projekt in San Lorenzo gesammelt haben.
| Donnerstag den 4.6.2009 um 21.00 Abfahrt nach Zürich-Kloten. Empfangskomitee: Josef, Albert, Hildegard, Wolfgang, Ella, Julia unsere Dolmetscherin, und Walter (nicht im Bild). Wir erwarten unsere Freunde mit dem Flug um 22.05 Uhr aus Madrid. Schon nach kurzer Wartezeit können wir unsere Freunde begrüßen, die kurz von den Frauen verköstigt werden und die wir dann sofort in ihre Quartiere bringen. |
Bei der Abendmesse um 18.30 Uhr sind wieder Alle versammelt. Anschließend gibt es noch ein Abendbrot bei Hildegard und Albert.
Samstag fällt der geplante Ausflug fast ins Wasser. Die Fahrt ins Kloster Einsiedeln (Schweiz) findet in wolkenbruchartigem Regen statt. Trotzdem sind unsere Gäste von der Klosteranlage und dem Interieur sehr beeindruckt. Luigi mit Frau verwöhnen die Gäste den ganzen Tag.
Sonntag, der 7.6.2009: Jubiläumstag – 20 Jahre Partnerschaft – San Lorenzo – St. Josef. Domkapitular Dr. Wolfgang Sauer von der Weltkirche Freiburg hält die feierliche Festmesse. Der Kirchenchor von St. Josef beeindruckt nicht nur uns, sondern auch die Gäste aus Freiburg, Markdorf, Konstanz und den Nachbargemeinden. Beim Stehempfang nach der Messe überreichen die Kinder der 72-Stunden-Aktion ihren 3.900,-€ Scheck unseren Freunden für ihr Projekt Kindergarten San Jose in Arequipa. Unser Freund Carlos bekommt von Pfarrer Beha eine Verdienstmedaille für seinen Einsatz für die Partnerschaft verliehen. Ingenieur Guth von den Aachtalgemeinden gratuliert uns zu der 20 jährigen Partnerschaft. Das Mittagessen und Kaffee wird mit dem engeren Kreis der Perugruppe in St. Verena eingenommen, danach Rundgang durch das Heim und Erläuterung der Sozialeinrichtungen. Julia muss wieder zurück zu ihrem Studium, dafür springt Carmen als Übersetzerin ein. Ella und Wolfgang sorgen am Abend für das leibliche Wohl. Am Gemeindeabend gibt Carlos eine Rückschau und einen Überblick über die aktuelle Situation in San Lorenzo, unterbrochen von folkloristischen Einlagen der Arequipenios. Frau Aufdermauer und Carmen übersetzen.
Montag: Carmen ist am Vorabend wieder nach Freiburg gefahren, dafür übersetzt jetzt Bernadette, die z.Zt. ihr Praktikum in Brüssel macht. Sie hat Urlaub genommen um ihre Freunde wiederzusehen. Beim Besuch der Sozialstation werden viele Fragen über die Arbeit und die Organisation von unseren Gästen gestellt. Diese Struktur ist ihnen fremd und sie kennen außer der Caritas nur wenige Institutionen wie diese. Bei der Besichtigung des Kindergartens St. Nikolaus nimmt vor allem Angelica, die Erzieherin ist, viele Ideen für Ihre Arbeit mit. Die Idee, Arbeitsmethoden auszutauschen kommt auf. Unsere Gäste sprechen darüber, wie sie die Kommunikation und Koordination der beiden Kindertagesstätten in San Luis und San Jose verbessern können. Mittagessen ist in St. Verena und am Abend versorgen Ella und Hildegard unsere Gäste.
| Dienstag: Fahrt mit dem Zug durch den Schwarzwald nach Freiburg. Unsere Freunde sind von dem vielen Grün beeindruckt. Bernadette übersetzt. Mit dem Wetter haben wir Glück. Am Bahnhof erwartet uns bereits Carmen. Freiburg beindruckt, das Rathaus, der Markt, das Münster. Am Mittag stößt auch noch Julia zu uns. Bei dem kurzen Spaziergang auf den Schlossberg wird viel gelacht, dann geht es zum Treffen mit Domkapitular Dr. W. Sauer in den Sitzungssaal der Weltkirche .Die künstlerische Gestaltung des Saals ist einmalig.Im engen Terminkalender ein kurzes Gespräch mit Domkapitular Dr. W. Sauer, dann hat uns Freiburg wieder. Wir fahren mit dem Zug zurück mit Zwischenstopp. Bernadette hat sich und uns bei ihren Eltern zum Essen eingeladen.Bernadettes Vater erwartet uns schon |
Mittwoch: Um 10.00 Uhr informiert Pastoralreferent C. Trefs über die pastorale Situation in St. Josef. Pfarrer Beha und einige Pfarrgemeinderäte sind auch zeitweise dabei. Mittagessen gibt es in St. Verena. Für den Mittag und Abend hat Julia unsere Gäste zu sich nach Hause eingeladen. Ihr Vater holt die Gäste, während Julia mit dem Zug aus Freiburg nach Hause fährt. Während Julia unseren Gästen ihr Zuhause zeigt, fahren Walter und Christine mit Bernadette noch ins Mettnaucafe und bringen sie dann zum Zug, damit ihre Eltern auch noch was ihr haben. Danke Bernadette! Am Abend kommt Julia wieder mit unseren Gästen zurück und dolmetscht bis Sonntag.
Donnerstag 11.6.2009, Fronleichnam (Corpus Christi): Ein Priester ist ausgefallen, Pfarrer Beha muss improvisieren, unsere Gäste müssen die Lücke füllen. Julia schreibt noch an den Übersetzungen, während die festliche Messe in Herz Jesu breits beginnt. Die vielen Blumen und Akteure beeindrucken. Die kroatische, italienische und portugiesische Gemeinde sind einbezogen. Es klappt Alles hervorragend, auch die Mitwirkung unserer Gäste. Padre Pedro trägt die Monstranz bei der Prozession.
Am Nachmittag, Grillfest, Kaffee und Kuchen im Garten von St. Josef. Unsere Grillköche und die Frauen sorgen für das leibliche Wohl. Lieder und Tänze aus der Heimat und aus Peru werden zum Besten gegeben. Abends machen wir noch einen kleinen Ausflug nach Stein am Rhein und auf die Insel Werth mit dem Franziskanerkloster, ein Ort von dem man sagt, dass sich dort Himmel und Erde berühren und manchmal Heilige und Engel erscheinen - Julia übersetzt - Padre Pedro schnauft verächtlich, er differenziert nicht zwischen Glauben und Poesie. Hildegard und Albert versorgen am Abend noch Carlos und Blanca. Christine und Walter versorgen Padre Pedro, Angelica und Julia.
Freitag: zuerst Besichtigung der Klosterkirche Birnau. Unsere Gäste sind beeindruckt von der Pracht der Kirche. Padre Pedro wundert sich, wieso die Deutschen so viele schöne Kirchen haben und so wenig Gläubige. Mit der Fähre geht es nach Konstanz-Staad und von dort auf die Mainau. Es ist schon Mittag, wir nehmen einen schnellen Imbiss. Danach interessieren sich unsere Freunde besonders für die einfallsreichen Kinderspielplätze. Die Mainau, wenn auch manchmal etwas vom Hagel gerupft, so sind doch besonders die Rosen, Wildrosenbüsche, die alten Bäume wohl einmalig, dazu der Blick über den See bei strahlendem Sonnenschein was kann es auf der Welt schöneres geben? Zurück in Singen werden sie von Ella und Hildegard mit Abendessen versorgt, danach noch Abendmesse, Besuch des Kirchenchores und der Jugend-Leiterrunde.
Samstag: Besuch des Singener Wochenmarkts. Die Erdbeeren haben es Padre Pedro angetan. Die Käse-Kostprobe kommt nicht so gut an. Wir machen sie darauf aufmerksam, dass hier viele Erzeuger direkt vermarkten. Danach einen Rundgang durch den Waldfriedhof, so schattig, gepflegt und ruhig, das beeindruckt. Wir besuchen auch das Grab von Alberts Mutter und von Irene Fendrich. Padre Pedro spricht ein Gebet. Josefs Frau wartet schon mit dem Mittagessen. Am Mittag geht es noch auf die Mettnau zum Kaffeetrinken. Der See zeigt sich von seiner schönsten Seite, es ist wie im Märchen.
Um 17.00 Uhr trifft sich die gesamte Perugruppe mit unseren Freunden zum Zielgespräch über die Weiterentwicklung der Partnerschaft. Carmen ist dazu extra aus Freiburg angereist. Carmen und Julia dolmetschen das schwierige Thema. Dank der gründlichen Vorbereitung und Vorübersetzung der Fragen konnten sich Alle vorbereiten und die Punkte zügig durchgesprochen werden. Dazwischen haben Hildegard und Ella für das Essen gesorgt. Der selbstgemixte Pisco trägt zur Stimmungsaufhellung bei. Carmen verlässt uns wieder in der Nacht.
Sonntag, 14.6.2009, Gottesdienst in St. Elisabeth mit anschließendem Gemeindefest. Die Alphornbläser in der Messe beeindrucken gewaltig. Beim anschließenden Gemeindefest wird für das Wohl unsere Gäste gesorgt. Julia musste uns schon am Mittag verlassen. Danke Julia, du hast uns viel geholfen! Luigi mit Frau übersetzen. Am späten Nachmittag geht es noch ein Stück auf den Hohentwiel. Zum Abendbrot gibt es im Kranz in Liggeringen, Dünnele.
Montag, Stadtbummel mit Frau Lorenzo und Frau Angello, letzte Einkäufe, Besuch des Tafelladens, Mittagessen bei Christine und Walter und am Mittag Besuch bei Schwester Locardia in der Stadtoase. Luigi und Frau sorgen für ein schnelles Abendessen, dann den Reisesegen durch Pfarrer Beha, Verabschiedung und Gepäckwiegen.
Dienstag, den 16.6.2009 – Abflug ab Zürich-Kloten um 7.45. d.h. Abfahrt in Singen um 5.00 Uhr. Wolkenbruchartiger Regen unterwegs. Albert und Luigi fahren, Josef und Walter begleiten. Albert handelt wie ein Profi, jeder Handgriff beim einchecken sitzt, er treibt an und wir können unsere Freunde pünktlich um ca. 7.00 Uhr an der Passkontrolle abliefern.
Dank an alle, die mitgewirkt haben, dass dieser Besuch ein Erfolg wurde. Besonders an unsere Übersetzer/innen. Julia, die Vorlesungen versäumt hat, Bernadette, die von Brüssel angereist ist und Carmen, die Nachts lange Strecken gefahren ist, Frau AufderMauer, Luigi mit Frau, Frau Augello, Frau Lorenzo. Dank ihres Einsatzes, klappte die Verständigung hervorragend. Julia, Bernadette und Carmen haben fast ein Jahr in San Lorenzo gearbeitet. Sie kennen unsere Besucher teilweise von ihrem Einsatz in San Lorenzo. Die persönliche Bindung und Kenntnis des soziokulturellen Hintergrunds waren wichtige Voraussetzungen, dass sich unsere Gäste bei uns wohl gefühlt haben.nhalt und Gestaltung: Walter Czepan

