Die wirtschaftliche Solidarität mit unseren Partnern manifestiert sich in unseren gemeinsamen Projekten. Generelle Ziele sind: die befristeten Hilfe für soziale Härtefälle, Unterstützung bei der Schaffung und Verbesserung der Infrastruktur der stark wachsenden Gemeinde, und die Förderung der Kindertagestätten. In den über 20 Jahren unserer Partnerschaft haben sich die Schwerpunkte unserer Solidaritätsarbeit verlagert.
In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt beim Ausbau der Infrastruktur der verschiedenen Gemeindezentren, wie Gemeindesäle, Jugendräume, Bibliothek mit Lernmitteln, Voraussetzungen für die stark wachsende Pfarrei, damit überhaupt ein Gemeindeleben organisiert werden konnte. Dazu gehörte auch der Bau der Räume für die Kindertagestätte Santa Lucila und später San Jose. Die Kindertagestätten sollen vor allem den Kleinsten der sozial schwachen Familien, einen behüteten Tagesablauf ermöglichen, Familien ihre Existenz sichern helfen, indem beide Elternteile arbeiten können und ein Integrationsort für junge Familien in das Gemeindeleben sein.
Aktueller Schwerpunkt ist der Betrieb der beiden Kindertagestätten und qualitative Verbesserungen, da es noch an vielen Dingen fehlt, wie: pädagogisch sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten, durch bessere Austattung der Räume, Spielplätze und Spiele für die Kinder. Weitere Informationen zu den Kindertagesstätten siehe... Die meisten Mittel beansprucht der Betrieb und davon die Vergütung für die teilweise freiwilligen Helfer, die nicht nur die Kinder betreuen, sondern auch Kurse für die Eltern geben. Entlastung gibt es durch Unterstützung des peruanischen Bildungsministeriums über die Projekte SET (Frühkindliche Förderung für Kinder von 6 Monaten bis 3 Jahre), PRONOEI (Förderung für Kindern von 3 bis 5 Jahren) , Qali Warma (Zuschüsse zu Frühstück und Mittagessen in Form von Sachleistungen) und über die Initiative „unidades de gestión educativa local“ UGEL. Über SET und PRONOEI werden im Jahr 2013 insgesamt 8 Halbtagsstellen bezahlt. Durch diese Projekte gibt es auch eine Qualitätskontrolle des Betriebs der Kindertagestätten.
Zukünftiger Schwerpunkt muss in der Verstärkung der Zusammenarbeit mit staatlichen und lokalen Institutionen liegen und die Abgabe der finanziellen Verantwortung an lokale und staatliche Träger. Modelle wie die Schulen der Jesuiten Fe y Alegria oder die lokale kirchliche Organisation CIRCA sind dabei Vorbild. Leider betreiben diese Organisationen noch keine Kindertagestätten für Kinder unter 5 Jahren. Die Herausforderung besteht darin, einen lokalen Partner zu gewinnen, der in der Lage ist Kindertagesstätten professionell zu managen.
Örtlich gesehen muss unsere Unterstützung in Zukunft vor allem in der Erweiterung der Kindertagestätte San Jose liegen, die in einem Neubaugebiet mit starker Zuwanderung liegt. Hier existieren die größten sozialen Defizite.
Ein kurzer Rückblick auf unsere Projekte:
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Als die Betondecke in San Jose gegossen wurde, war man davon ausgegangen, dass das Gebäude später ohnehin aufgestockt wird und die Dichtigkeit gegen Regen keine Rolle spielt, da es in Arequipa kaum regnet. Die starken Regenfälle in 2011/2012, die sich vor allem in den Monaten Dezember bis März konzentrieren, haben aber gezeigt, dass ein dichtes Dach unverzichtbar ist. Unsere Partner in San Lorenzo haben daraufhin nach Sponsoren gesucht und sich an den Bürgermeister des Distrikts Alto Selva Allegre und an das Kindermissionswerk gewandt. Der Gedanke sich an das Kindermissionswerk zu wenden, resultierte daraus, dass die von unseren Sternsinger Kindern in St. Josef eingesammelten Spenden aus rechtlichen Gründen an das Kindermissionswerk in Aachen überwiesen werden müssen, aber in der Vergangenheit immer für unsere Projekte in San Lorenzo zur Verfügung standen. | |||
![]() Der Bürgermeister von Selva Alto Allegre spendet Sand | ![]() und Zement für die neue Betondecke | ||
| Mit Hilfe unserer Sternsinger-Spenden und der Hilfe vom | Kindermissionswerk in Aachen wird die Arbeit finanziert | ||
| Von dem Geld vom Kindermissionswerk konnten auch Möbel erneuert werden | | ||
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Wir freuen uns von der erfolgreichen Fertigstellung der Bauarbeiten und der Einweihung der Kindertagesstätte San José berichten zu können. Die Kindertagesstätte gehört zum gleichnamigen Gemeindezentrum mit Kirche und Gemeindehaus. San José gehört zu unserer Partnergemeinde San Lorenzo in Arequipa und liegt im Neubaugebiet „Javier Heraud" auf ca. 2.600 m Höhe. Ein Gebiet, das von starker Zuwanderung geprägt ist und damit auch von ärmlichsten Verhältnissen. Dank Ihrer finanziellen Unterstützung kann unsere Partnergemeinde diesen Familien Entlastung und den Kindern tagsüber geordnete Verhältnisse und Förderung geben.
Hier finden vor allem Kinder aus sehr armen Zuwandererfamilien tagsüber eine professionelle Betreuung und bekommen eine regelmäßige und gesunde Ernährung. Seit 2008 ist das Gemeindezentrum an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen. Deshalb konnten 2009 mit dem weiteren Ausbau des Kindergartens begonnen werden. Die Raume auf der Rückseite der Kirche (siehe Bild unten) waren teilweise nur
2008: Beschaffung von Büchern Für die drei Bibliotheken der Gemeinde San Lorenzo wurden Lehrbücher und Nachschlagewerke angeschafft. Es wurde auch ein PC gekauft. 2005: Fertigstellung des 2. Bauabschnitts und Bezug des Gemeindehauses in San Josè Das Gemeindehaus San Jose liegt im Neubaugebiet von Javier Heraud. Durch den Zuzug aus dem Hochland wächst diese Gemeinde sehr stark, deshalb sind für die Kommunikation mit den Gemeindemitgliedern solche Infrastrukturmaßnahmen, wie der Bau des Gemeidehauses mit Versammlungsräumen und Bibliotheken außerordentlich wichtig. | |||
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| 2004: "Aktion Hörhilfe" für hörbehinderte Menschen in San Lorenzo | |||
| Die Hörgeräte wurden zu größten Teil von Singener Optiker-Geschäften als gebrauchte Hörgeräte gespendet und in Arequipa fachmännisch angepasst
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| 2002: Beginn der Bauarbeiten für das neue Pastoralcenter San Josè Das neue Pastoralcenter wird im stark wachsenden Neubaugebiet von Javier Heraud errichtet (siehe die folgenden Bilder). St. Josef war an der Finanzierung beteiligt. | |||
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| 2002: Projekt für pastorale Bildungsmaßnahmen | |||
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| 2001: Erdbebenschaden | |||
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| 2000: Einweihung des Gemeindesaales "San Lorenzo" | |||
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| 1999: Bau eines Innenhofes in San Lorenzo | |||
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| ![]() Nutzung des neunen Innenhofes | ||
| Ausbau des Gemeindezentrum "Virgen de Chapi" 1994 und 1997 | |||
![]() 1994:Kirche "Virgen de Chapi" Innenraum | ![]() 1997: Eingangsportal zum Gemeindesaal | ||
| 1991: Einweihung des Gemeindesaales "San Jose" in San Lorenzo | |||
![]() Der Gemeindesaal San Jose | Gestaltung: Walter Czepan | ||
| 1991: Beginn der laufenden Unterstützung der Kindertagesstätte Santa Lucila | |||
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Die Kindertagesstätte sorgt für 40 bis 60 Kinder und hat 2 ausgebildete Kindergärtnerinnen eine Hilfskraft und eine Köchin. Gehälter, Nahrungsmittel, Wasser, Strom, Gebäudeunterhaltung, Spielsachen, Arbeitsmaterialien werden von St. Josef finanziert |
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| 1990: Ausbau eines Jugendraumes im Gemeindezentrum Sagrada Familia in Leones del Misti | |||
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