St. Josef
Die Kirche St. Josef in Singen am Hohentwiel
Für die 1928 gegründete Pfarrei im neuen Stadtteil wurde das Patronat des Heiligen Josef „für den Arbeiterstand und jeden Arbeiter“ gewählt.
Die Pfarrei zählt heute 2200 Mitglieder.
In St. Josef ist auch die Kroatische Mission beheimatet, die sonntags in ihrer Landessprache die Hl. Messe feiert.
Die Gemeinde St. Josef pflegt seit Jahren eine Partnerschaft mit der Gemeinde San Lorenzo, Arequipa, Peru.
Die Verehrung des Heiligen Josef als Patron der Kirche in seiner Entwicklung:
1481: Papst Sixtus IV. nimmt erstmalig den Tag des Heiligen Josef in das Brevier und das Römische Missale auf
1621: Papst Gregor XV. erhebt den Tag zu einem gebotenen Gedenktag für die ganze Kirche
1670: Papst Klemens X. verleiht ihm den Rang eines Festes
1679: Die Spanischen Niederlande stellen sich unter den Schutz des heiligen Josef als Schutzpatron, es folgen ebenfalls Mexiko und Kanada.
1714: Papst Klemens XI. ergänzt den Festtag mit einem eigenen Proprium (Messtext) und Offizium (Stundengebet)
1724-1730: In der Zeit Papst Benedikts XIII. wird der heilige Josef in die Allerheiligenlitanei aufgenommen.
1847: Papst Pius IX. schreibt das Fest der „Schutzherrschaft des heiligen Josef“ am dritten Sonntag nach Ostern für die ganze Kirche vor.
20. Okt. 1870: Das erste Vatikanische Konzil (das unter Papst Pius IX. am 8. Dez. 1869 begann) muss abgebrochen und auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Wegen des deutsch-französischem Krieges zieht Napoleon Schutztruppen aus dem Kirchenstaat ab. Italienische Streitkräfte dringen am 20. Sept.1870 in Rom ein und besiegeln das Ende des Kirchenstaates.
8. Dez. 1870: Papst Pius IX. proklamiert den Heiligen Josef zum Schutzherrn der gesamten Kirche; aufgrund von äußeren Widerständen nicht in einem Apostolischen Schreiben, sondern (nur) in einem einfachen Dekret der damaligen „Ritenkongregation“
15. Aug. 1889: Papst Leo XIII. Widmet dem heiligen Josef eine eigene Enzyklika „Über den wegen der Not der Zeit anzuflehenden Schutz und Beistand des heiligen Josef in Vereinigung mit der jungfräulichen Gottesgebärerin“. Der Festtag des Heiligen Josef wird auf den 19.März gelegt. Der Monat März wird als „Josefsmonat“ begangen
ca. 1909: Papst Pius X. approbiert 20 Jahre später die Litanei zum heiligen Josef
1955: Papst Pius XII. führt ein zweites Josefsfest ein, als Vorbild und Patron der Arbeiter. Es wird am weltweiten Tag der Arbeit begangen
1962: Papst Johannes XXIII. fügt den Namen des Bräutigams Mariens in den uralten Kanon (Hochgebet) der heiligen Messe ein. Kurze Zeit später benennt er den Heiligen Josef neben der Gottesmutter zum Patron des Zweiten Vatikanischen Konzils und dokumentiert die Rolle des Heiligen Josefs als „Schützer der Heiligen Familie und als Patron der ganzen Kirche“.
1989: Papst Johannes Paul II. schenkt der Kirche anlässlich der 100. Wiederkehr der Enzyklika Leo XIII. ein Apostolisches Schreiben über den Heiligen Josef
2013: Papst Franziskus lässt den Namen des Heiligen Josefs in allen Hochgebeten des römischen Messbuches einfügen.
8.Dez. 2020: Papst Franziskus erinnert an den 150. Jahrtag seit der Erhebung des Heiligen Josefs zum Schutzpatron der Kirche durch Papst Pius IX. Gleichzeitig verfasst der Papst das Apostolische Schreiben über den heiligen Josef „Patris Corde“. Mit den Attributen „demütig, gehorsam und immer im Hintergrund“ begeht die Kirche ein „Jahr des Heiligen Josef“, das am 8. Dez. 2021 endet.
1621: Papst Gregor XV. erhebt den Tag zu einem gebotenen Gedenktag für die ganze Kirche
1670: Papst Klemens X. verleiht ihm den Rang eines Festes
1679: Die Spanischen Niederlande stellen sich unter den Schutz des heiligen Josef als Schutzpatron, es folgen ebenfalls Mexiko und Kanada.
1714: Papst Klemens XI. ergänzt den Festtag mit einem eigenen Proprium (Messtext) und Offizium (Stundengebet)
1724-1730: In der Zeit Papst Benedikts XIII. wird der heilige Josef in die Allerheiligenlitanei aufgenommen.
1847: Papst Pius IX. schreibt das Fest der „Schutzherrschaft des heiligen Josef“ am dritten Sonntag nach Ostern für die ganze Kirche vor.
20. Okt. 1870: Das erste Vatikanische Konzil (das unter Papst Pius IX. am 8. Dez. 1869 begann) muss abgebrochen und auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Wegen des deutsch-französischem Krieges zieht Napoleon Schutztruppen aus dem Kirchenstaat ab. Italienische Streitkräfte dringen am 20. Sept.1870 in Rom ein und besiegeln das Ende des Kirchenstaates.
8. Dez. 1870: Papst Pius IX. proklamiert den Heiligen Josef zum Schutzherrn der gesamten Kirche; aufgrund von äußeren Widerständen nicht in einem Apostolischen Schreiben, sondern (nur) in einem einfachen Dekret der damaligen „Ritenkongregation“
15. Aug. 1889: Papst Leo XIII. Widmet dem heiligen Josef eine eigene Enzyklika „Über den wegen der Not der Zeit anzuflehenden Schutz und Beistand des heiligen Josef in Vereinigung mit der jungfräulichen Gottesgebärerin“. Der Festtag des Heiligen Josef wird auf den 19.März gelegt. Der Monat März wird als „Josefsmonat“ begangen
ca. 1909: Papst Pius X. approbiert 20 Jahre später die Litanei zum heiligen Josef
1955: Papst Pius XII. führt ein zweites Josefsfest ein, als Vorbild und Patron der Arbeiter. Es wird am weltweiten Tag der Arbeit begangen
1962: Papst Johannes XXIII. fügt den Namen des Bräutigams Mariens in den uralten Kanon (Hochgebet) der heiligen Messe ein. Kurze Zeit später benennt er den Heiligen Josef neben der Gottesmutter zum Patron des Zweiten Vatikanischen Konzils und dokumentiert die Rolle des Heiligen Josefs als „Schützer der Heiligen Familie und als Patron der ganzen Kirche“.
1989: Papst Johannes Paul II. schenkt der Kirche anlässlich der 100. Wiederkehr der Enzyklika Leo XIII. ein Apostolisches Schreiben über den Heiligen Josef
2013: Papst Franziskus lässt den Namen des Heiligen Josefs in allen Hochgebeten des römischen Messbuches einfügen.
8.Dez. 2020: Papst Franziskus erinnert an den 150. Jahrtag seit der Erhebung des Heiligen Josefs zum Schutzpatron der Kirche durch Papst Pius IX. Gleichzeitig verfasst der Papst das Apostolische Schreiben über den heiligen Josef „Patris Corde“. Mit den Attributen „demütig, gehorsam und immer im Hintergrund“ begeht die Kirche ein „Jahr des Heiligen Josef“, das am 8. Dez. 2021 endet.
Eine dritte Pfarrkirche in Singen nach St. Peter und Paul und Herz Jesu wurde seit 1912 aus seelsorglichen Bedürfnissen angestrebt. Doch erst 1927, nach dem erstem Weltkrieg und der Inflation, konnte der Bau realisiert werden. Die Einweihung erfolgte durch Erzbischof Karl Fritz am 30. September 1928.
Darauf wurde für die Südstadt-Katholiken die „St. Josefs-Kuratie“ im Pfarrverband St. Peter und Paul errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg, am 14. Juni 1945, wurde diese zur Pfarrei St. Josef erhoben.
1927: Grundsteinlegung (25.9.)
1928: Einweihung durch Erzbischof Karl Fritz (30.9.)
1928: Errichtung der „St.Josef Kuratie“ (15.11.)
1945: Erhebung der Kuratie St. Josef zur Pfarrei (14.6.)
1953: Renovierung, neue Seitenaltäre (Emil Sutor, Karlsruhe); Plastiken: „Mutter Gottes mit Kind“ und „Heiliger Josef“
1958: neuer Hochaltar mit Plastik des „auferstandenen Christus“; große Plastikgruppe „Emmausjünger“ (Emil Sutor)
1962: Weihe des neuen Altars durch Weihbischof Gnädinger (20.5.)
1968: neuer Kreuzweg; Schenkung Emil Sutor (20.12.)
1969: neue Chorfenster (nach Entwurf Maximilian Bartocz, Konstanz)
1975: Erneuerung/Erweiterung der Orgel auf vier Register
1977: neuer Glockenstuhl; Übernahme von vier Glocken der Pfarrei
Liebfrauen; Josefs-Glocke verbleibt auf Rasen neben der Kirche
2005: große Innenrenovierung: Orgel („technischer Neubau“); Altarinsel; Quergang; Tabernakel; Installation Tauf- und Trauerwand (Eugen Schneble, Duchtlingen)
Der Grundstein für die Kirche St. Josef konnte am 25. September 1927 gelegt werden. Bauleitung hatte der Singener Architekt Heinrich Höll.
Nach der ursprünglichen Ausführung des gesamten Innenraumes in „modernisiertem Barock“ und mehreren Zwischenschritten fand eine erste Renovierung im August 1953 statt.
Ihr heutiges Gesicht hat die Kirche seit der letzten großen Innenrenovierung im Jahr 2005. Diese umfasste auch die Orgel. Kern der Umgestaltung ist die vorgezogene Altarinsel, um Altar und Ambo näher an die Gläubigen zu rücken. Auch der Tabernakel, der zuvor an der Stelle des ursprünglichen Hochaltares an der Rückseite der Chorwand stand, bekam einen neuen Platz unter der Marienstatue und lädt die Gläubigen zum stillen Gebet in direkter Nähe ein. Zwischen den Seiteneingängen entstand ein Quergang, der nun mit dem Mittelgang ein Kreuz bildet. Im hinteren Eingangsbereich wurde Raum geschaffen für einen großen Informationsstand, die Kinderspielecke, das Beichtzimmer und die neue Trauerwand. Die Windfänge aus dunklem Holz an den Türen wurden durch gläserne Windfänge ersetzt.
Im Rahmen der Renovierung 1953 erstellte Prof. Emil Sutor aus Karlsruhe neue Seitenaltäre, deren Plastiken „Muttergottes mit Kind“ und „St. Josef“ noch heute zu sehen sind. Die dazugehörigen Hintergründe in Glasmosaik sind nicht erhalten.
Ein neuer Hochaltar und die große Plastikgruppe der „Emmausjünger“ an der Chorwand (nach Entwürfen von Emil Sutor) ergänzte 1958 die neue Innenausstattung. Die Plastik des „auferstandenen Christus“ hat eine Höhe von 3,50 Metern.
1968 kam der Kreuzweg hinzu, gestiftet von Emil Sutor. Ein Jahr später wurden die Chorfenster (nach einem Entwurf des Künstlers Maximilian Bartocz, Konstanz) von der Werkstätte Nikolaus Diering in Überlingen gefertigt und eingebaut.
Bei der großen Innenrenovierung 2005 wurden Taufwand und Trauerwand installiert (nach einem Entwurf des Architekten Eugen Schneble und der Idee von Pastoralreferent Clemens Trefs).
Der heute zu sehende Altar wurde am 20. Mai 1962 durch Weihbischof Gnädinger geweiht. Nach einem Entwurf des Erzbischöflichen Bauamtes Konstanz wurde dieser in Riedlinger Goldbank-Muschelkalk gefertigt, wie auch Tabernakel, Ambo und Taufbecken.
Im Altar sind die Reliquien der heiligen Märtyrer Lactantius, Abdon und Sennen beigesetzt.
Durch die Taufwand neben dem Weihwasserbecken und die Trauerwand im linken hinteren Bereich der Kirche sollte Beginn und Ende des Lebens mehr in das Bewusstsein der Gläubigen rücken, mit dem Leitgedanken:
„In der Taufe wird der Mensch zu einem unverzichtbaren Teil der Glaubens-Gemeinschaft. Er ist ein „Baustein“ im geistlichen Kirchengebäude, dessen Eckstein Jesus Christus ist. Und auch über den Tod hinaus sind wir als Christen untrennbar miteinander verbunden. Im erinnernden Gedenken schauen wir in einen Spiegel und erkennen, dass wir einmal wieder in Gottes Reich vereint sein werden.“



